Dublin

Ein großartiges Erlebnis

22.November 2021 | LD [LH]

 

Ich bin Luis und mache bei WÄCHTER meine Ausbildung zum Industriekaufmann. Vom 04.-24. Oktober dieses Jahres war ich zur Fortbildung in Dublin, um die Zusatzqualifikation Kaufmann International zu erwerben. Durch diese Qualifikation wird mein Ausbildungsabschluss aufgewertet. Der Unterricht war auf uns angepasst und interessant, ich konnte neue Leute aus unterschiedlichen Berufszweigen kennenlernen und sogar neue Freundschaften schließen. Die Lehrer waren alle locker drauf und hatten viel Humor.
Für die Abschlussprüfungen mussten wir natürlich lernen, aber wir hatten dennoch genug Freizeit, um Dublin und Umgebung zu erkunden. Die Zeit in Dublin war außerdem die längste Zeit, die ich von Zuhause weg war. Ich denke, ich bin in dieser Zeit etwas selbständiger und aufgeschlossener geworden. Alles in allem war der Auslandsaufenthalt ein großartiges Erlebnis, bei dem ich viel erleben und lernen konnte.

Dublin Business School

Die Dublin Business School ist ein College mit ca. 9.000 Studenten mitten in Dublin. Wir, eine Gruppe von insgesamt 41 Schüler/innen wurden dort sehr gut von den Lehrern aufgenommen, einige sprachen sogar Deutsch oder „Schwäbisch“, wie sie selbst es nannten. Das College an sich ist ein bisschen in die Jahre gekommen, aber die technische Einrichtung ist vielen deutschen Schulen weit voraus. Die Lehrer waren alle geschult im Umgang mit der Technik, sodass viele verschiedene Medien für den Unterricht genutzt wurden. Alle Unterrichtsstunden wurden aufgezeichnet und im Schulintranet hochgeladen, ebenso die Inhalte. Ein typischer Schultag dort umfasste drei Doppelstunden und ging meistens von 09.30 Uhr bis spätestens 17.00 Uhr. Der Unterricht bestand größtenteils aus wirtschaftlich bezogenen Themen. So lernten wir zum Beispiel viel über Start-ups in Dublin, das irische Rechtssystem oder worauf bei einer guten Präsentation zu achten ist. Die Unterrichtsinhalte wurden am letzten Tag in einer schriftlichen Prüfung abgefragt, in der wir uns aus verschiedenen Fragen drei aussuchen durften und diese mit mindestens 400 Wörtern beantworten mussten. Dies war der erste Teil von insgesamt drei Abschlussprüfungen. Der Zweite Teil bestand aus einer Präsentation, über ein von uns fiktiv gegründetes Start Up. Die Vorbereitung für diese Präsentation fand überwiegend in unserer freien Zeit am Nachmittag statt. Man kann sich das so ähnlich wie bei „die Höhle der Löwen“ vorstellen. Nur das die Präsentation auf Englisch gehalten werden musste. Wiir waren vorher alle ziemlich aufgeregt, meisterten diese Aufgabe aber am Ende doch ganz gut. Der dritte Teil wartete in Deutschland auf uns. Zum Abschluss mussten wir einen Aufsatz mit über 1.000 Wörtern über ein von uns frei gewähltes Unterrichtsthema schreiben. Meine Wahl fiel auf die Unterschiede zwischen der deutschen und irischen Kultur.

Brickworks

Unsere Unterkunft, das sogenannte Brickworks, liegt mitten in Dublin. Das Studentenwohnheim liegt zentral, so dass wir alle Sehenswürdigkeiten in max. 45 Minuten zu Fuß erreichen konnten. Nach anfänglichen organisatorischen Schwierigkeiten konnten wir unsere Zimmer beziehen. Diese waren zwar etwas klein, aber ziemlich modern und für die drei Wochen völlig ausreichend. Am ersten Tag wurden wir in Apartments mit jeweils 5 Zimmern und einer Gemeinschaftsküche eingeteilt.  In manchen Apartments trafen wir Studenten aus verschiedenen Ländern, welche dort bereits länger wohnten.

Unsere Gruppe

Obwohl wir natürlich oft mit allen Leuten aus der großen Lerngruppe zu tun hatten, haben wir uns in einer Truppe von acht Personen zusammengefunden und sehr viel miteinander unternommen. Wir haben uns zum Beispiel zum Kochen getroffen und haben unterschiedliche Ausflüge gemacht. Abends haben wir uns getroffen, um gemeinsam verschiedene Pubs zu besuchen, die eine urige Atmosphäre verbreiten und teilweise aussehen wie noch vor 100 Jahren. Wir haben uns super verstanden und werden uns mit Sicherheit noch einmal wiedertreffen. Mit den anderen Teilnehmern aus der Gruppe haben wir uns aber auch oft verabredet, um zum Beispiel abends auf der Dachterrasse gemeinsam Zeit zu verbringen oder um in Dublin auszugehen. Mit wieder anderen Mitschülern bereitete ich dann zum Beispiel die Präsentation vor. Mir hat daran gefallen, dass ich so sehr viele Menschen in unterschiedlichen Kontexten kennenlernen konnte.

Dublin

Die Stadt Dublin ist von der Größe her vergleichbar mit Dortmund. Alles ist relativ gut zu Fuß zu erreichen. Notfalls kann man sich sehr schnell und einfach ein Taxi zu relativ günstigen Preisen nehmen. In der Stadt gibt es sowohl viele schöne Ecken als auch Gegenden mit verlassenen Gebäuden,  die ein bisschen runterziehen. Mit vielen Iren kamen wir leider nicht in Kontakt, was überwiegend den Coronaschutzmaßnamen geschuldet war. Dafür waren die Lehrer, die meisten Kellner oder sonstige Leute, denen wir über den Weg gelaufen sind, lustige und gesellige Leute, die von ihrem Land sehr überzeugt sind. Am Wochenende war immer ganz schön viel los, die Stadt verwandelte sich dann regelrecht in ein chaotisches Treiben. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen.

Rugby

Mein persönliches Highlight war der Besuch eines Rugbyspiels der Mannschaft von „Leinster“. Auch wenn keiner von uns wirklich verstanden hat, wie genau Rugby funktioniert, hat es Spaß gemacht, dem Treiben auf dem Spielfeld zuzugucken und zu versuchen zu verstehen, was dort passiert. Das Ganze wurde begleitet von einer großartigen Atmosphäre im Stadion.

Freizeit

Trotz des Unterrichts und der Vorbereitung auf die Prüfungen hatten wir jede Menge Freizeit. Diese nutzten wir, um Dublin und Umland sowie die gegenüberliegende Seite Irlands zu erkunden. So besuchten wir zum Beispiel das Trinity College, welches aus Harry Potter bekannt ist. Außerdem schauten wir uns im Dublin Castle um oder verbrachten unsere Pausen in einem nahegelegenen Park. Besonders interessant war auch die St. Patricks Cathedral mit der anliegenden Marsh Library von innen zu sehen. Die Wochenenden nutzten wir dann, um auch mal aus der Stadt rauszukommen. So fuhren wir zum Wandern an die Klippen von Howth und besuchten den Strand nördlich von Dublin. Um mehr vom Land zu sehen, buchten wir eine Tagestour zu den Cliffs of Moher, welche man ebenfalls aus Harry Potter kennt und Galway. Diese Stadt ist deutlich kleiner als Dublin, sieht dafür aber gemütlicher aus. Leider konnten wir aufgrund des Nebels nicht die ganzen Klippen sehen, sie sahen aber trotzdem ziemlich beeindruckend aus. Auf der Busfahrt einmal quer durch das Land konnten wir viele Eindrücke der irischen Landschaft sammeln. In Irland wurde zum Beispiel auch die Serie Vikings gedreht oder momentan neue Folgen für die Serie Herr der Ringe. Die Landschaft dort unterscheidet sich schon ziemlich von der deutschen.

Mein Fazit

Diese drei Wochen in Dublin waren ein Erlebnis, welches ich auf jeden Fall wiederholen und weiterempfehlen würde.


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